Das Cauda equina-Syndrom
Diagnose der Cauda equina Kompression
Die erwähnten Beschwerden des Hundes bilden den wichtigsten Teil in der Diagnostik der Krankheit. Die Absicherung der Diagnose geschieht mittels bildgebender Verfahren. Normale Röntgenaufnahmen tragen oft nur wenig zur sicheren Diagnose bei. Mit Hilfe von Kontrastmittelaufnahmen (Myelographie und Epidurographie) lassen sich die Platzverhältnisse im Wirbelkanal besser darstellen und erlauben in vielen Fällen eine Aussage über den Grad der Verengung und damit der Kompression der Cauda equina-Nerven. Bei Verengungen, die die Nervenwurzellöcher betreffen, sind tomographische Methoden, wie die Computertomographie und Magnetresonanztomographie dem herkömmlichen Röntgen deutlich überlegen, da sie auch Querschnittsaufnahmen liefern und damit die Nervenabgänge besser dargestellt werden können. Dies ist im Hinblick auf eine erfolgreiche chirurgische Behandlung unter Umständen von grosser Wichtigkeit. Für eine sichere Diagnose müssen die klinischen Symptome mit den Resultaten der bildgebenden Verfahren übereinstimmen. Da es Hunde gibt, die selbst mit starken radiologischen Veränderungen der Wirbelsäule weitgehend beschwerdefrei leben, darf sich eine Diagnose nicht nur auf ein Röntgen-, CT- oder MRI-Bild abstützen.
Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin
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Autor:
Dr. Frank Steffen, Diplomate ECVN
Neurologie/Neurochirurgie
Departement für Kleintiere, Universität Zürich
Tierklinik Obergrund, Luzern