Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin
Association Suisse pour la Médecine des petits Animaux
Associazione Svizzera per la Medicina dei Piccoli Animali
Swiss Association for Small Animal Medicine

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Ab dem 1. Oktober erfolgt der nächste Schritt bezüglich Informationssystem Antibiotika in der Veterinärmedizin (IS ABV). Tierärztinnen und Tierärzte erfassen neu Antibiotikabehandlungen für einzelne Tiere und die Abgabe auf Vorrat im IS ABV. Die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) hat die Einführung der Datenbank eng begleitet.

Die Veterinärmedizin setzt seit mehreren Jahren konkrete Massnahmen zur Bekämpfung der Antibiotikaresistenzen um. Die GST begrüsst daher auch, dass Behandlungen mit Antibiotika genauer erfasst werden. Die Datenbank bietet die Chance, Problembereiche genauer zu definieren und entsprechend Massnahmen zu ergreifen.

Die Eingabepflicht führt zu einem Mehraufwand für die Tierärzteschaft. Die GST hat sich während den Vorarbeiten zur Einführung von IS ABV dafür eingesetzt, den Aufwand für die Erfassung der Daten möglichst gering zu halten und damit die Mehrkosten zu minimieren. Die Tierärzteschaft wird die entstehenden Mehrkosten nicht tragen. Die GST empfiehlt den Tierärzten, ihren Kunden bei der Verschreibung von Antibiotika eine kostendeckende Gebühr für die Bereitstellung und Übermittlung der gesetzlich geforderten Daten in Rechnung zu stellen. Sie fordert zudem, dass die Datenbank klare Aussagen zur Entwicklung der Resistenzen ermöglichen muss. Nur dadurch lässt sich der Aufwand rechtfertigen.

Auch die Humanmedizin soll der Meldepflicht unterstellt werden
Wichtig ist, dass diese Daten nicht nur in der Tier-, sondern auch in der Humanmedizin erfasst werden. Die GST unterstützt den One-Health-Ansatz des Bundes, um die Antibiotikaresistenzen zu bekämpfen. Aus diesem Grund fordert die Tierärzteschaft eine analoge Datenbank, welche den Antibiotikaeinsatz beim Menschen erfasst.

Mitteilung der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte, Bern
https://www.gstsvs.ch/de/themen-standpunkte/aktuelle-meldungen/news-search/news-detail/article/2019/09/27/title/antibiotikad-2.html

An alle Hundebesitzer,

Wie Sie wahrscheinlich bereits aus den Medien erfahren haben, ist in den letzten Wochen in Norwegen (in der Hauptstadt und in verschiedenen Teilen des Landes) eine schwere Hundeerkrankung aufgetreten.

Die betroffenen Hunde zeigten alle schwere Magendarmbeschwerden wie Erbrechen und blutigen Durchfall. In einigen Fällen war die Krankheit leider sogar tödlich.

Die Ursache konnte trotz intensiven Untersuchungen norwegischer Veterinärinstitute und Tierkliniken bis jetzt noch nicht herausgefunden werden.

Es wurden zwei Bakterien (Providencia alkalifaciens und Clostridium perfringens) in ungewöhnlich hoher Zahl nachgewiesen, aber es ist unklar, ob diese die Ursache der Krankheit sind.

Ob es sich um eine Reihe von Einzelfällen handelt oder ob eine Verbindung zwischen den Fällen besteht, ist ebenfalls noch unklar. Bisher hat diese Krankheit nur Hunde befallen, und es gibt keine Hinweise darauf, dass es sich um eine Zoonose (auf Menschen übertragbare Krankheit) handelt.

In Norwegen empfehlen die Behörden, den Kontakt zwischen Hunden zu vermeiden, sie an der Leine zu halten und jede Veranstaltung mit Hunden (Wettbewerbe, Ausstellungen, Schulungen usw.) zu vermeiden. Wenn ähnliche Symptome auftreten, sind die Besitzer verpflichtet, den Fall so schnell wie möglich einem Tierarzt zu melden.

Das ist jedoch kein Grund zur Panik, aber wir müssen wachsam bleiben.

Wenn Ihr Hund solche Symptome (starkes Erbrechen und blutiger Durchfall) aufweist, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Tierarzt, auch wenn andere Krankheitsursachen ebenfalls solche Symptome hervorrufen können.

Wenn Sie im Moment beabsichtigen mit Ihrem Hund nach Norwegen zu reisen, empfehlen wir Ihnen die Situation sorgfältig zu analysieren.

Ihre Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin

Text als pdf

Dr. Jane Ladlow, University of Cambridge
Brachycephalic Obstructive Airway Syndrome (BOAS) research group

https://www.facebook.com/NorskKennelKlub/videos/863424717350669/

in english

Das Wissen und die Diagnosemöglichkeiten in der Tiermedizin entwickeln sich rasant. Das macht den Wiedereinstieg als Tierärztin oder Tierarzt nach einem längeren Unterbruch schwierig. Eine Auffrischung des Fachwissens bietet der GST-Lehrgang „Wiedereinstieg/ Neuorientierung in die Kleintiermedizin“. Im Januar 2020 startet der nächste Lehrgang an der Vetsuisse-Fakultät Zürich. Der Kurs eignet sich für Tierärztinnen und Tierärzte, die nach einer Berufspause wieder in die Kleintiermedizin einsteigen oder von einer hauptsächlichen Ausrichtung auf Grosstiere zur Kleintiermedizin wechseln wollen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.gstsvs.ch/de/bildung/gst-kurse/wiedereinstieg-neuorientierung-kleintiermedizin.html

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